Das Medienereignis Irakkrieg

Momentan überschlagen sich ja allerlei Medienakteure um die aufwühlendste und dramatischste Geschichte aus Haiti zu berichten. Über die Zerstörung und das Elend, das durch das Erdbeben verursacht wurde, hat sich sofort ein zweite Ebene eifriger Medienberichte gelegt, die Haiti zu einem Medienspektakel werden lassen und uns minütlich mit den “aktuellsten” und “emotionalsten” Storys versorgen.

Man kann die Berichterstattung der Medien als eigenes Ereignis betrachten, dessen Darstellungsformen nicht so sehr an das Erdbeben gebunden sind, sondern vielmehr an inhärente Gesetze, zum Beispiel in diesem Fall an eine narrative Struktur: Hoffnung im Angesicht der totalen Zerstörung.

Ähnlich – bzw. viel ausführlicher und besser – argumentiert Guido Isekenmeier in seinem Buch “The Medium is the Witness: Zur Ereignis-Darstellung in Medientexten – Entwurf einer Theorie des Medienereignisses und der Analyse der Fernsehnachrichten vom Irak-Krieg.”

Meine Rezension des Textes Eine gelungene Untersuchung realistischer Darstellungsverfahren im Medienereignis anhand der Fernsehnachrichten über den Irakkrieg” ist seit gestern auf IASL Online zu lesen.

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